30Mai 2017

Sebastian Kneipp – der „Wasserdoktor“

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„Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt“, sagte Pfarrer Sebastian Anton Kneipp (geboren 1821 in Stephansried, gestorben 1897 in Wörishofen), Begründer und Namensgeber der Kneipp-Kur.

Sebastian Kneipp entdeckte die heilenden Kräfte des Wassers, nachdem er sich durch kalte Bäder in der Donau selbst von seiner Tuberkuloseerkrankung heilte. Er beschäftigte sich intensiv mit der gesundheitsfördernden Wirkung des kalten Wassers sowie verschiedener Heilpflanzen und baute seine Erkenntnisse zur Kneipp’schen Lehre aus.

Über hundert Jahre nach dem Tod des Wasserdoktors ist sein ganzheitlicher, naturheilkundlicher Ansatz so aktuell wie eh und je. Die Kneipp-Kur hilft bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Rückenschmerzen, Allergien und stärkt das Immunsystem.

Die 5 Säulen der Kneipp-Kur

Die Kneipp’sche Therapie beruht auf fünf Säulen:

Hydrotherapie

Die Kneipp‘schen Wasseranwendungen aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Kreislauf sowie der Stoffwechsel werden angeregt, der Körper entschlackt. Es gibt über hundert verschiedene Variationen wie Bäder, Güsse, Wickel und Packungen.

Bewegungstherapie

Ein weiterer integraler Bestandteil der Kneipp-Kur ist die Bewegungstherapie. Regelmäßige Bewegung ist besonders heutzutage, wo viele Menschen im Sitzen arbeiten wichtig. Denn Bewegung verbessert nicht nur die Funktionen des Bewegungsapparates, sondern beugt Krankheiten vor und steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Wandern, radeln oder Golfen sind nur einige der Kneipp’schen Bewegungsformen.

Phytotherapie

Die heilende Wirkung vieler Pflanzen und Kräuter ist ein wichtiges Element der Lehre Sebastian Kneipps. Die Behandlungen mit pflanzlichen Produkten wirken auf sanfte Weise und haben selten Nebenwirkungen. Daher eigenen sie sich auch für eine längerfristige Behandlung.

Ernährungstherapie

Eine ausgewogene Ernährung ist für einen gesunden Körper und Geist wichtig, das wusste auch schon Sebastian Kneipp. Die Kneipp’sche Diät empfiehlt daher eine fettreduzierte, ausgewogene Kost aus hochwertigen, möglichst naturbelassene Vollwert- und Basisprodukten. Zudem sollten Sie täglich zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das unterstützt die Entschlackung und Entgiftung des Körpers. Heilpflanzen werden bei der Kneipp’schen Ernährungstherapie in Form von Teezubereitungen, Säften, Dragees, aber auch als Badezusätze, ätherische Öle und Salben verwendet.

Ordnungstherapie

Das Kernstück der Kneipp’schen Lehre ist die Ordnungstherapie. Durch eine ausgeglichene Lebensweise, bei der die äußere und innere Lebensordnung in Balance ist, wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Intensive Ruhephasen sind ein wichtiger Bestandteil der Ordnungstherapie. Besonders in der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit ist es wichtig, Körper und Seele miteinander in Einklang zu bringen. Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training helfen Ihnen dabei.

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