22Mai 2019

Natur gegen Stress: Wie Pflanzen beim Entspannen helfen

Julia BaakenGesundes Wissen0

Gärtnern, Waldbaden, Wandern – immer mehr Menschen suchen in der Natur ganz bewusst einen Ausgleich zum stressigen Alltag. Was auch Sie sicher intuitiv spüren, belegen Studien eindrucksvoll: Das lebendige Grün in Wäldern und Parks stärkt Psyche und Körper. Wie die Natur gegen Stress und Erschöpfung hilft, lesen Sie hier.

Waldbaden: Wiederentdeckung eines altbewährten Entspannungsrituals

Würzige Luft, federnder Boden und beruhigendes Laubrascheln: Waldbaden gilt in Deutschland als neuer Wohlfühl-Trend. Dabei ist es in Japan spätestens seit den 1980 Jahren etablierte Praxis. Hier gibt es Shinrin-yoku sogar auf Rezept und Ärzte können sich auf „Waldmedizin“ spezialisieren. Tatsächlich belegen aktuelle Studien etwa der Universität München eindrucksvoll die Heilkraft der Bäume:

  • Schon bei einem kurzen Waldspaziergang sinkt das Stresshormon Kortisol im Körper. Sie spüren, wie Sie zur Ruhe kommen.
  • Das Gehirn schüttet vermehrt stimmungsaufhellende Hormone wie Serotonin und Dopamin aus. Ihre Laune steigt, Sorgen und Ängste treten in den Hintergrund.
  • Die Pflanzen senden chemische Botenstoffe – Phytonzide, Terpene und Terpenoide – aus. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und antioxidativ auf Ihren Körper – Sie fühlen sich gesünder, kleine Wunden heilen besser.
  • Die feuchte und reine Luft im Wald entlastet die Atemwege und tut auch der Haut gut. Sie sehen frischer aus und fühlen sich voller Energie.

Kurparks: Grüne Oasen zum Stress abbauen

Der Kurpark Bad Kötzting – wunderschön gestaltete Natur gegen Stress.
Der Kurpark Bad Kötzting – wunderschön gestaltete Natur gegen Stress. (c)www.gesundes-bayern.de – Tobias Gerber

Doch es muss gar nicht immer ein Aufenthalt im Wald sein. Denn alle Pflanzen senden positive Signale an unser Gehirn – das wussten bereits die alten Römer. Darum holten sie die Natur in die Städte und legten rund um ihre Thermen Parks an. Die ersten „modernen“ Kurpark-Anlagen Europas sind mittlerweile schon rund 350 Jahre alt. Das Konzept hat sich also bewährt. Wenn Sie bereits durch einen Kurpark flaniert sind, dann wissen Sie, wie wunderbar erholsam so eine grüne Oase des Friedens auf alle Sinne wirkt. Ein Kurpark ist Natur und geschützter Raum zugleich – und signalisiert darum unserem Gehirn: Entspann dich. Du bist in Sicherheit.

Finden Sie in der Natur zurück zur inneren Balance – bei einem Gesundheitsurlaub in Bad Kötzting.

Etwa der Kurpark Auwiesen von Bad Kötzting im Oberen Bayerischen Wald: Mit 12,6 Hektar gehört er zu den größten Parkanlagen der Region – und er liegt mitten im Stadtzentrum. Für diese großzügige Anlage wurde die Natur kunstvoll zu einem Raum der Erholung umgestaltet. Üppige Blumenrabatten, geschwungene Hecken-Pfade und überwachsene Wandelgänge laden Sie hier zum ausgiebigen Spaziergang ein.

Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen am Teichufer oder unter einer ausladenden Baumkrone. Konzentrieren Sie sich nur auf den Duft der Blumen und Bäume, ihre Farben und Formen, das Säuseln der Blätter und das Summen der Insekten. Schon nach einer halben Stunde werden Sie sich wunderbar entschleunigt fühlen – und genau das ist die beste Prävention gegen Stress und Erschöpfung. Und wann haben Sie zum letzten Mal in einer duftenden Sommerwiese gelegen, die Wärme der Sonnenstrahlen genossen und sind über so viel Harmonie und Friedlichkeit einfach eingeschlafen? Gönnen Sie sich solche Stunden der Ruhe in der Natur – ob bei einem Kuraufenthalt, einem Gesundheitsurlaub oder bei einem Ausflug am nächsten Wochenende. Erkunden Sie dabei die vielen einzigartigen Park- und Gartenanlagen unserer Heilbäder und Kurorte – von Bad Heilbrunn über Pfronten bis nach Bad Windsheim.

Wandern: Laufen Sie dem Stress doch einfach davon

Die Natur hilft gegen Stress – etwa beim Waldbaden.
Die Natur hilft gegen Stress – etwa beim Wandern. (c)www.gesundes-bayern.de – Gert Krautbauer

Manchen fällt dieses bewusste „Faulsein“ schwerer als anderen. Gehören auch Sie zu den Menschen, die schon ganz nervös werden, wenn Sie Begriffe wie „Achtsamkeit“, „Meditation“ oder „Entschleunigung“ nur hören? Dann zwingen Sie sich nicht dazu – gehen Sie stattdessen wandern! Die kraftvolle Bewegung an der frischen Luft stärkt nicht nur Ihren Herz-Kreislauf, sie gibt Ihnen auch das Gefühl, „etwas getan zu haben“. Und während Sie beherzt ausschreiten, kommt ihr Geist ganz von allein zur Ruhe. Spätestens, wenn Sie den Blick von einem Berggipfel ins Tal schweifen lassen, sehen auch die Alltagssorgen plötzlich ganz klein aus. Ganz nebenbei beugen Sie durch diesen gesunden Sport auch Diabetes vor und wirken Rückenschmerzen entgegen.

Ob im Alltag oder im Urlaub: So hilft Natur gegen Stress 

Egal, ob Sie dieses Wochenende zum Waldbad oder Wandern aufbrechen, im Kurpark relaxen oder vielleicht nur den Straßenbäumen auf dem Nachhauseweg ein wenig mehr Beachtung schenken als sonst: Denken Sie daran, dass die Liebe zur Natur ganz tief in den menschlichen Genen verankert ist. Denn Wälder – das spüren auch überzeugte Stadtmenschen – bieten uns Schutz, Nahrung und Wasser, kurz: Alles, was wir zum Überleben brauchen. Ist es da ein Wunder, dass die Natur gegen Stress das denkbar beste Heilmittel ist?

Beugen Sie Burn-out und Erschöpfung vor: Die schönsten Kurparks Bayerns entdecken Sie im Gesundheitsfinder

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Julia Baaken

Julia Baaken

Seit zehn Jahren lebt die gebürtige Berlinerin Julia Baaken im schönen Münchner Umland. Am liebsten entspannt sich die zweifache Mutter im bayerischen Voralpenland mit seinen herrlichen Wäldern, Seen und Bergen. In der idyllischen Natur findet sie einen Ausgleich zu ihrem oft turbulenten Alltag: Eine Familienwanderung mit anschließendem Bad im See und einer gemütlichen Einkehr im Wirtshaus – das ist für unsere Autorin das pure Glück.

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