17Apr 2019

Natürlich aufatmen: Gesundheitsurlaub für Allergiker in Bad Staffelstein – Erfahrungsbericht

Janina OttmaGesundes Wissen0

Die Nase läuft, die Augen brennen und tränen: Im Urlaub entspannen Sie sich mit Heuschnupfen oder einer Hausstauballergie oft nur schwer. Auch eine Laktoseintoleranz oder eine Glutenunverträglichkeit bereiten Ihnen auf Reisen häufig Magenschmerzen: Werden Sie Gebäck oder Milchkaffee im Hotel vertragen? Sagen Sie Stress und Zweifeln im Gesundheitsurlaub adé – im „ganz frisch“ zertifiziert allergikerfreundlichen Bad Staffelstein regenerieren Sie rundum sorglos, trotz Allergie oder Lebensmittelunverträglichkeit. Aber was macht einen „Für Allergiker qualitätsgeprüften Kurort“ so besonders? Ich will es genau wissen und reise an den Obermain.

Wie ein schillerndes Band schlängelt sich der Main durch Bad Staffelstein. Grüne Täler und Hügel umrahmen den „Gottesgarten am Obermain“. Im Hintergrund erheben sich schroffe Felsformationen wie der majestätische Staffelberg – der 539 Meter hohe Hausberg des oberfränkischen Kurortes. Hier bestimmen malerische Fachwerkhäuser, urige Brauereien und in leuchtendem rosa-Rot erstrahlende Obstbäume das Landschaftsbild.

Allergikerfreundlicher Kurort Bad Staffelstein: auf dem Papier schön … 

In dieser Idylle entspannen sich Allergiker und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ganz unbeschwert. Ende Januar 2019 hat der Bayerische Heilbäder-Verband die 100.000-Einwohner-Stadt mit dem Siegel „Für Allergiker qualitätsgeprüfter Kurort“ ausgezeichnet. Nur wenn die gesamte Infrastruktur darauf ausgelegt ist, dass Sie sich um Ihre Allergie im Gesundheitsurlaub nicht sorgen müssen, erhält ein Kurort das begehrte Siegel.

Ob ein Kurort tatsächlich allergikerfreundlich ist, überprüft der TÜV Rheinland anhand strenger, festgelegter Qualitätsstandards. Er bewertet verschiedene Betriebe und Gastgeber vor Ort und fragt unter anderem:

  • Hotels und Pensionen: Haben Betten milbendichte Schutzbezüge?
  • Ferienwohnungen und Ferienhäuser: Gibt es einen Staubsauger mit Staubschutzfilter?
  • Gastronomie: Stehen auf der Speisekarte laktose- und glutenfreie Alternativen?
  • Bäckereien und Metzgereien: Lagern sie Waren einzeln verpackt und in unterschiedlichen Behältnissen?
  • Lebensmittelmärkte: Geben Mitarbeiter Auskunft darüber, ob angebotene Produkte Allergene enthalten?

Ich möchte mir ein eigenes Bild vom jüngsten Mitglied der insgesamt sechs allergikerfreundlichen bayerischen Kurorte machen. Deshalb quartiere ich mich für ein Wochenende in einer als allergikerfreundlich ausgewiesenen Ferienwohnung ein. Zusätzlich teste ich ausgiebig die Gastronomie und Supermärkte im Ort – und regeneriere meine Atemwege mithilfe von „Bayerns stärkster Thermalsole“ in der Obermain Therme.

… „in echt“ noch schöner 

In Frauendorf, nur wenige Kilometer vom Stadtrand entfernt und mit Blick ins Grüne, liegt mein Zuhause für das Wochenende: Eine auf fünf Personen ausgelegte Ferienwohnung. Eine große Wiese mit alten Obstbäumen umgibt das weiß-getünchte Haus.

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So wie in allen Ruheoasen für Allergiker gilt auch hier: Die Wohnung ist besonders sauber. Katzen und Hunde sind nicht erlaubt – sie verlieren Haare, die Allergiesymptome auslösen können.

Die Möbel in den Zimmern haben Füße und stehen nicht direkt auf dem Boden. Teppichboden gibt es nicht. Wenn die Gäste abreisen, wird gründlich durchgewischt – auch unter den Möbeln. So bleibt alles hygienisch rein.

Das fällt mir auch bei meiner Wohnung auf: Sie ist fast klinisch rein – und trotzdem gemütlich. Dafür sorgt die in warmen Holztönen gehaltene Einrichtung. Ich trete hinaus und lasse für einen kurzen Moment Mischwälder, saftige Wiesen und die natürliche Landschaft auf mich wirken. Ich atme tief ein: Die reine Luft durchströmt meine Lungen. Und ich stelle fest: Mein Magen knurrt. Ich checke noch schnell den aktuellen Pollenflug – und mache ich mich auf nach Bad Staffelstein.

Gluten- und laktosefreie fränkische Küche: frisch, regional – lecker

Gluten- oder laktosefrei – in Bad Staffelstein genießen Sie regionale Köstlichkeiten sorgenfrei.
Gluten- oder laktosefrei – in Bad Staffelstein genießen Sie regionale Köstlichkeiten sorgenfrei.
(c) Bayerischer Heilbäder-Verband e. V.

Mein Ziel: die Klosterschänke Kloster Banz. Hier möchte ich regionale Schmankerl genießen, die auch Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten schmecken. Als ich ankomme, staune ich nicht schlecht: Die Klosterschänke ist Teil des im 11. Jahrhundert errichteten ehemaligen Benediktinerklosters.

Wandvertäfelung, Tische, Stühle – wie schon in meiner Ferienwohnung ist auch hier fast alles aus Holz. Die Klosterschänke ist richtig urig. Ob ich an diesem traditionellen Ort gluten- und laktosefrei speisen kann?

Ein Blick in die Speisekarte bestätigt mir: Das Haus ist spezialisiert auf fränkische Küche. Hier kocht man mit frischem Gemüse, Obst, natürlichen Gewürzen und weiteren regionalen Zutaten. Menschen, die Milchprodukte, Weizen und Dinkel vertragen, lassen sich hier zum Beispiel fränkische Brotsuppe mit geschmolzenen Zwiebeln oder „Fränkisches Gyros“ schmecken – ein Paar fränkische Bratwürste mit Käse, Zwiebeln, Senf und Holzofenbrot.

Als Lebensmittelallergiker wählen Sie in der Klosterschänke zwischen vielen verschiedenen leckeren Schmankerl wie rustikalem Karotten-Pastinaken-Gemüse und hausgemachter Tomatensuppe aus. Ich entscheide mich für die Salatvariation „Martina“ mit leichtem Senf-Dressing und einem Rote-Beete-Knuspertaler. Lecker, gesund – und glutenfrei!

So gestärkt mache ich mich auf in die Obermain Therme – allerdings nicht, ohne auf dem Weg noch ein Glas frischen Honig direkt von einem kleinen Hofladen mitzunehmen. Die gesunde Nascherei ist für Menschen, die keine Milch vertragen, eine bekömmliche Schokoladen-Alternative. Die Luft im Bienenstock stärkt übrigens auch bei Allergien Ihre Atemwege.

Obermain Therme Bad Staffelstein: Thermalwasser für gereizte Atemwege

Im Sole-Dampfbad der Obermain Therme in Bad Staffelstein erholen sich die Atemwege von Allergikern schonend – mithilfe von zu einem feinen Nebel verdampften Salz.
Im Sole-Dampfbad der Obermain Therme in Bad Staffelstein erholen sich die Atemwege von Allergikern schonend – mithilfe von zu einem feinen Nebel verdampften Salz. (c) Bad Staffelstein

Das Bad Staffelsteiner Heilwasser enthält hundertmal mehr Kalium, Natrium und andere wertvolle, natürliche Mineralstoffe als es müsste, um offiziell als Heilwasser anerkannt zu werden. Aus 1.600 Metern Tiefe und mit einer Temperatur von 52 °C sprudelt die Ursole in die Becken und Verneblungsanlagen der Obermain Therme. Hier regeneriert das Heilwasser durch Heuschnupfen, Hausstaub- und Milbenallergie gereizte Atemwege besonders effektiv. Das im Wasser gelöste Salz wirkt

  • desinfizierend: Schmerzhafte Entzündungen klingen ab – Sie atmen frei durch.
  • durchblutungsfördernd: Krankheitserreger nisten sich nicht so schnell ein – Sie sind widerstandsfähiger.
  • befeuchtend: Schleim fließt ab – Ihre Schleimhaut in Mund und Rachen regeneriert schonend.

Hier teste ich im ThermenMeer und SaunaLand, wie wohltuend die Sole auf meine Atemwege wirkt. Dafür inhaliere ich in der Salzsauna die zu feinsten Tröpfchen vernebelte Sole, während ich Giftstoffe einfach ausschwitze.

Auch im Dampfbad atme ich „das weiße Gold“ tief ein – und tauche anschließend im Solebecken ganz in das wohlig-warme Heilwasser ab. In dem mit zwölf-prozentiger Sole gefüllten Becken lasse ich mich einfach treiben – eine Wohltat für Menschen, deren Körper durch Allergien geschwächt ist. Rundum entspannt und angenehm müde mache ich mich auf den Weg zurück in die Ferienwohnung.

Gesundheitsurlaub in Bad Staffelstein: einfach entspannen

Ich spüre: Bad Staffelstein nennt sich zu Recht „Für Allergiker qualitätsgeprüfter Kurort“. Hier schöpfen Menschen mit Heuschnupfen und Lebensmittelunverträglichkeiten ganzheitlich neue Kraft – mithilfe von Sole, ausgewogener und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener Ernährung und in Unterkünften, die zu ihnen passen. Dazu tragen auch die herzlichen Bewohner der malerischen, oberfränkischen Stadt bei.

Neue Kraft tanken, die Abwehrkräfte bei Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten natürlich stärken: Lesen Sie mehr über den allergikerfreundlichen Kurort Bad Staffelstein!

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Janina Ottma

Janina Ottma

Janina Ottma kommt ursprünglich aus dem Nordwesten Deutschlands, dem Ruhrgebiet. Mittlerweile genießt sie die frische Münchner Luft, die aus den Alpen in die bayerische Landeshauptstadt weht. Bei einem ausgiebigen Spaziergang an der Isar oder beim Yoga kommt sie zur Ruhe. Achtsamkeit und Meditation in ihren eigenen Alltag zu integrieren, ist ihr wichtig. Damit ihre Kreativität weiterhin fließt und sie ihre positiven Erfahrungen rund um das Thema "Kraft tanken" weitergeben kann.

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