26Jun 2018

Männergesundheit im Fokus: Wann ist ein Mann ein Mann?

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Die Medizin trennt die Geschlechter strikt. Doch warum ist das so? Sind Männer etwa anders krank als Frauen? Und gehen sie anders mit ihrer Gesundheit um? Hier erfahren Sie, was sich hinter dem Begriff „Männergesundheit“ verbirgt – und wo Sie bei Ihrem Gesundheitsurlaub in den bayerischen Kurorten und Heilbädern einiges darüber lernen, was speziell Männern guttut.

Männergesundheit vs. Menschengesundheit: ein- und dasselbe?

Eines vorweg: „Männergesundheit“ ist kein reines Gesundheitsthema – sondern ein aufgeladener und durchaus kontrovers diskutierter Begriff. So fragen sich die einen: Wieso lenken einige Forscher den Fokus besonders auf die Gesundheit des Mannes? Unterscheidet sich der männliche Körper tatsächlich so sehr vom weiblichen, dass diesem Thema eine eigene Forschungsrichtung gewidmet wird? Viele Menschen verneinen dies.
Andere jedoch unterstützen die Forschung rund um den Mann – und berufen sich auf einen schwerwiegenden Fakt: In Deutschland erreicht ein Mann durchschnittlich das 78. Lebensjahr. Frauen hingegen werden laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchschnittlich 83 Jahre alt – und damit rund fünf Jahre älter als Männer.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Männergesundheit mit:

  • der unterschiedlichen Lebensführung von Frauen und Männern
  • speziellen „typischen“ Männerkrankheiten wie Bluthochdruck, Herzleiden und Prostatakrebs sowie
  • den psychosozialen Belastungen und Ansprüchen, die die Gesellschaft an „den modernen Mann“ stellt.

Übrigens: Den Begriff Männergesundheit hat der australische Universitätsprofessor Richard Fletcher in einer Forschungsarbeit aus dem Jahr 1997 als einer der ersten verwendet. Seitdem beschäftigt er sich mit männerspezifischen Erkrankungen, Risikofaktoren und Interventionen.

Mehr als „Männergrippe“: So gesund sind Männer wirklich

Wie gesund sind Männer in Deutschland tatsächlich? Die Studie „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch Instituts geht dieser Frage auf den Grund. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Herzprobleme: Insgesamt sind zehn Prozent der Männer von einer koronaren Herzkrankheit – das heißt: von Verschlüssen in den Herzkranzgefäßen – betroffen.
  • Adipositas: 18,3 Prozent der Männer sind stark übergewichtig – chronische Krankheiten können sich schneller entwickeln.
  • Atemwegserkrankungen: Jeder zwölfte Mann hat oder hatte schon einmal Asthma.
  • Diabetes: Besonders im Alter schlägt die Zuckerkrankheit zu: Ab 65 Jahren ist jeder fünfte Mann von Diabetes betroffen.
  • Gelenkserkrankungen: Fast 20 Prozent der Männer über 50 haben Arthrose und jeweils etwa fünf Prozent Osteoporose und Arthritis.
  • Krebs: Laut Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft sind im Jahr 2013 fast 60.000 Männer an Prostatakrebs erkrankt – damit ist die Vorsteherdrüse das am häufigsten von Krebs befallene Organ des Mannes.

Außerdem trinken viele Männer zu viel Alkohol. In einer Befragung des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2017 geben 18,2 Prozent an, dass ihr Alkoholkonsum riskant ist.

Deshalb gehen Männer nicht zum Arzt

Obwohl in Deutschland viele Männer von chronischen und manchmal lebensbedrohlichen Krankheiten wie Atemwegs-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes betroffen sind, fühlen sich die meisten rundum wohl. Denn ganze 92 Prozent der Männer bewerten ihre Gesundheit als „sehr gut“und gehen deshalb deutlich seltener zum Arzt als Frauen. Was steckt hinter diesem Widerspruch?
Selbst Experten sind sich in diesem Punkt oft uneinig. Sie verweisen unter anderem auf:

  • Ein veraltetes Bild von Männlichkeit. Obwohl das Verhalten von Männern immer weniger an Rollenklischees geknüpft ist, verspüren viele den gesellschaftlichen Druck, „stark“ zu sein. Zum Arzt zu gehen heißt für viele, Schwäche zu zeigen – anscheinend immer noch ein „No-Go“.
  • Gruppendruck und Wettbewerb. Indem Männer zum Beispiel mit dem Auto rasen, sich ungesund ernähren und zu viel trinken, wollen sie ihre eigene Männlichkeit bestätigen. Der Soziologe Michael Meuser beschreibt dieses Verhalten – und was es bewirkt – anschaulich in seinem Aufsatz „Männerwelten. Zur kollektiven Konstruktion hegemonialer Männlichkeit“.
  • Der Körper als Werkzeug. „Mein Körper muss einfach nur funktionieren“ – so die Meinung vieler Männer. Deshalb gehen sie häufig erst zum Arzt, wenn sie bereits chronisch erkrankt sind.

Gesundheit kostet Zeit – zahlt sich aber aus. Denn ist der Körper gesund, fühlen wir uns auch psychisch wohler und umgekehrt. Sorgen Sie deshalb vor – damit chronische Krankheiten gar nicht erst entstehen.

Vital bleiben: Raum für Gesundheit schaffen


Dauerhaft gesund bleiben Männer, indem sie sich im Alltag unter anderem ganz bewusst Zeit nehmen: Einfach mal das Handy weglegen, den PC ausschalten und sich fragen: Wie geht es mir eigentlich? Lebe ich oder „funktioniere“ ich nur? Was tut mir gut? Ideal lassen sich diese Fragen bei einer Meditation oder Achtsamkeitsübung beantworten.
Auch eine Auszeit lohnt sich: Bei einem Gesundheitsurlaub in den bayerischen Kurorten und Heilbädern vergessen Sie den Alltagsstress für eine Weile, genießen die Ruhe und entspannen sich rundum. Gehen Sie auf die Reise – und lernen Sie im bayerischen Kurort Bad Wörishofen viel über das spannende Thema Männergesundheit: Im „Garten der Männergesundheit“ erfahren Sie mehr darüber, wie wertvoll verschiedene Heilkräuter für die Gesundheit von Männern sind.

Garten der Männergesundheit: Heilkräuter für Ihr Wohlbefinden

Jedes der wohltuenden Kräuter im Garten wirkt auf den männlichen Körper besonders positiv. Denn: Sie stärken das Immunsystem, regen die Verdauung an und können sogar das Krebsrisiko reduzieren.
Diese zwölf Heilkräuter entdecken Sie im Garten der Männergesundheit:

  • Goldrute wirkt antibiotisch bei bakteriellen Infektionen des Harntraktes.
  • Auch Kapuzinerkresse wirkt antibakteriell gegen Viren, Bakterien und Hefepilze.
  • Kürbis und Brennnessel verkleinern eine geschwollene Prostata.
  • Rosmarin regt Kreislauf, Durchblutung und Stoffwechsel an.
  • Granatapfel beugt dem Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, vor.
  • Preiselbeere versorgt Sie mit Calcium oder Magnesium – und stärkt so Knochen, Nägel und Zähne.
  • Johanniskraut kann bei Depressionen helfen.
  • Tausendgüldenkraut hilft gegen Verdauungsbeschwerden.
  • Die Tomate wirkt antioxidativ und kann das Krebsrisiko senken.
  • Knoblauch fördert die Durchblutung und senkt Ihren Cholesterinspiegel.

Auch eine „lebende Sonnenuhr“ sehen Sie im Garten der Männergesundheit. Was sich dahinter verbirgt? Bei Ihrem Gesundheitsurlaub in Bad Wörishofen finden Sie es heraus. Zusätzlich entspannen Sie bei einer Kneipp-Kur und baden in fluorhaltigem Thermalwasser. Stärken Sie Ihre Selbstheilungskräfte – für ein langes und gesundes Leben!

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